Bergauf bis zum Bundeskanzler

Am 25. August lud Bundeskanzler Sebastian Kurz zum gemeinsamen Wandern am Kasberg ein. Es war im Rahmen seiner Sommertour die dritte und letzte Station, bei der ihn Landeshauptmann Thomas Stelzer begleiten würde. Eine gute Gelegenheit, dachte sich Hans, um für das Projekt Lederermayerhaus zu werben. Er schnürte seine Wanderschuhe und machte sich mit Lebensgefährtin Nadine auf den Weg nach Grünau im Almtal.

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Das Programm auf der Sonnalm startete um 9 Uhr. Eine Stunde später trafen dann Kurz und Stelzer ein. Obwohl die Hütte aus allen Nähten platzte – ca. 1.500 Leute waren gekommen, der Großteil Funktionäre der Volkspartei – und der Kanzler sowie der Landeshauptmann stets von einer Menschentraube umringt waren, gelang es Hans und Nadine bis zu den beiden vorzudringen und in vier Sätzen das Projekt Lederermayerhaus vorzustellen. Auch für ein gemeinsames Foto fand sich Zeit. „Die beiden wünschten uns gutes Gelingen, aber irgendwelche Zusagen gab’s nicht“, erzählt Hans. „Damit war auch nicht zu rechnen. Aber es schadet mit Sicherheit nicht, wenn die beiden von unserem Projekt in Unterach schon einmal gehört haben.“

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Bild: Obmann Hans Blaschek und seine Nadine machten im Rahmen des Wandertages mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landeshauptmann Thomas Stelzer in Grünau im Almtal kräftig für das Projekt Lederermayerhaus Werbung.

Photos © Sebastian Kurz – www.flickr.com/photos/sebastian_kurz

 

Vorbereitungen für den Unteracher Kirtag

Der Unteracher Kirtag am 26. August stellt den offiziellen Startschuss für das „Projekt Lederermayerhaus“ dar. An diesem Tag besteht für die Unteracherinnen und Unteracher ganztägig die Möglichkeit das Gebäude zu besichtigen und sich über die neuen Nutzungsideen zu informieren.
Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen. Michael, Thomas und Christian haben die Treppe in den ersten Stock bereits gesichert, Hans-Peter die notwendigen Absicherungen vorgenommen. Und Obmann Hans und Grafiker Goran (siehe Foto unten) gestalten noch gemeinsam ein Transparent, das am Balkon des Gebäudes angebracht werden wird.

Goran und Hans

Um 14 Uhr erfolgt im Rahmen des Kirtags beim Lederermayerhaus die offizielle Vorstellung des Projektes – wir freuen uns auf Ihr Kommen.

„Das Haus ist fertig!“

Hans traute seinen Ohren nicht, als ihm Heinz Campestrini (Foto) Mitte Juli diese Nachricht übermittelte. Hans machte sich gleich auf den Weg.

Mit viel Liebe zum Detail hat Heinz Campestrini in 55 Arbeitsstunden ein Modell des Lederermayerhauses im Maßstab 1:30 angefertigt und dem Verein „Projekt Lederermayerhaus“ zur Verfügung gestellt.

Der Meister und sein Werk

Das Modell wird als Unterstützung bei Präsentationen (vor potentiellen Spendern) dienen.

Sowohl das Dach als auch der gesamte erste Stock können abgenommen werden. Die dann sichtbare Raumaufteilung im Inneren des Gebäudes entspricht bereits den Gestaltungsplänen (gemäß den Entwürfen von Architekt Paul Kroschewski).

Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag!

Detailansicht

Wie alles begann

Der Ort ist ein Juwel. Die Lage am Südende des Attersee, am Fuße der dem Schafberg vorgelagerten Berge, im breiten Tal, das sich zum Mondsee hin öffnet, ist einzigartig.
Unterach hat zudem nicht nur das Glück, dass der Ort über eine Umfahrungsstraße verfügt, sondern dass sich darüber hinaus die wichtigste Infrastruktur nach wie vor im Ortszentrum befindet. Die Bäckerei, der Supermarkt, die Trafik und eine Reihe anderer Geschäfte, Gastronomiebetriebe, der Polizeiposten, das Gemeindeamt und die Bankfilialen finden sich allesamt im Ortskern und sind noch nicht – wie in vielen anderen Gemeinden – an die Peripherie geflüchtet. So mache ich mich regelmäßig auf den kurzen Weg von der Kohlstatt hinunter ins Zentrum um irgendeine Erledigung zu tätigen.

Jedes Mal, wenn ich meine Bank besuche, fällt mein Blick auf das wunderschöne Lederermayerhaus. Seit Jahren steht es leer. Es ist ein Relikt aus einer anderen Zeit. Ein wohltuender architektonischer Kontrapunkt zu Gebäuden, die in den 1970er- und 1980er enstanden sind und deren Ästhetik mich weit weniger anspricht.

Zum Glück wurde rechtzeitig erkannt, dass das Gebäude erhaltenswert ist und es wurden die nötigsten Erhaltungsmaßnahmen gesetzt. Dennoch blieb das Gebäude in den vergangenen Jahren ungenutzt. Kein Wunder: die Herausforderung gute Nutzungsideen zu entwickeln und die entsprechenden Geldmittel aufzutreiben ist beträchtlich.

Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen. Wir, das ist eine hoffentlich kontinuierlich wachsende Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, die das Lederermayerhaus zu neuem Leben erwecken und Unterach noch ein Stück attraktiver machen will.

Den Anstoß diese Gruppe zum Engagement für das Lederermayerhaus einzuladen gab mir die Teilnahme am Bürgerrat im Rahmen des Agenda-21-Prozesses, in dem wir intensiv über die Zukunft unseres Ortes diskutierten. Den neuen Schwung, den diese Initiative unserem Ort verlieh, wollen wir nutzen. Der Erfolg wird sich jedoch nur einstellen, wenn wir gemeinsam – Politik, Bürger und Verwaltung – an einem Strang ziehen. MITEINANDER, FÜREINANDER.

Hans Blaschek

Foto Lederermayerhaus